- Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
Männergesundheit

Beim heutigen Gruppenabend wollen wir über die „Männergesundheit“ informieren.
- Regelmäßige Tests: Wichtig sind regelmäßige Untersuchungen auf sexuell übertragbare Infektionen (STIs) wie HIV, Syphilis, Chlamydien und Hepatitis.
- Prävention: Schutzmöglichkeiten wie PrEP (Prä-Expositions-Prophylaxe) bieten wirksame Vorsorge gegen HIV.
- Impfungen: Schutzimpfungen gegen Hepatitis A und B sowie HPV (Humanes Papillomavirus) werden empfohlen.
- Minderheitenstress: Diskriminierung, Ausgrenzung oder versteckte Homophobie können zu chronischem Stress, Ängsten oder Depressionen führen.
- Körperbild und Leistungsdruck: In Teilen der Community herrscht ein hoher Druck bezüglich Jugend, Fitness und Äußerlichkeiten, was Essstörungen oder Selbstwertprobleme begünstigen kann.
- Offener Umgang: Ein unterstützendes soziales Umfeld und der Austausch in der Community stärken die seelische Widerstandskraft.
- Körperlicher Wandel: Ältere schwule Männer stehen vor der Aufgabe, den altersbedingten Wandel des Körpers in ihr eigenes Selbstbild zu integrieren.
- Soziale Netze: Da traditionelle Familienstrukturen oft anders oder seltener vorhanden sind, gewinnen altersgerechte Netzwerke und cộngunity-basierte Treffpunkte an Bedeutung.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt sexuelle Gesundheit als einen Zustand des körperlichen, emotionalen, geistigen und sozialen Wohlbefindens. Bezogen auf die Sexualität bedeutet die Definition mehr als nur die Abwesenheit einer (sexuellen) Krankheit, einer Funktionsstörung oder Schwäche. Weiterhin heißt es in der Definition der WHO: „Sexuelle Gesundheit erfordert sowohl eine positive, respektvolle Herangehensweise an Sexualität und sexuelle Beziehungen als auch die Möglichkeit für lustvolle und sichere sexuelle Erfahrungen, frei von Unterdrückung, Diskriminierung und Gewalt. Wenn sexuelle Gesundheit erreicht und bewahrt werden soll, müssen die sexuellen Rechte aller Menschen anerkannt, geschützt und eingehalten werden.“ Das gilt auch und gerade für schwule Männer.
Und damit haben auch wir ein Recht auf Lust und sexuelle Zufriedenheit. Es klingt so einfach und so selbstverständlich – ist es jedoch leider nicht. Wir alle kennen die Vorurteile gegenüber schwulem Sex, stehen unter Rechtfertigungszwang, bemühen uns in bestimmten Kontexten, unsere Sexualität zu verheimlichen, und sollen dann auch noch als weltbeste Hengste oder mitgehende Bottoms alles Mögliche mitmachen und aushalten.
Quelle: Schwulissimo