EURO-PRIDE 2019 in Wien

Vom 13. bis 17. Juni besuchten wir als Gruppe Gay&Gray Wien, wo heuer die EURO-PRIDE veranstaltet wurde.

Mehr als 20 unserer Gruppenmitglieder nahmen an der Reise, die von Bernd, Dieter und Robert organisiert wurde, teil.

Gleich nach der Ankunft und der Zimmer- bzw. Appartementverteilung traf man sich bei der Votivkirche um mit der Straßenbahn in der Prater zu fahren. Eine kurze Einkehr im “Schweizer Haus” löschte den größten Durst. Die Fahrt mit dem Riesenrad vermittelte einen Eindruck über die Größe der Stadt.
Zum Abendessen ging es dann ins Szene-Lokal “Augenblick”, wo man bei Sonnenschein den Tag ausklingen lies.


Der Freitag begann mit einer kleinen Führung durch die Innenstadt von Dieter und Robert. Am Abend gegen 18 Uhr folgte die Rathausbesichtigung durch Wolfgang Wilhelm, Leiter der WASt (Anti-Diskrimierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen), als Münchner Gruppe wurden wir namentlich begrüßt.

Am Samstag startete um 10 Uhr die Aufstellung zur “Regenbogenparade” vor dem Rathaus, die entgegen der Fahrtrichtung über den Ring zog. Von 108 teilnehmenden Gruppen(!) waren wir die Nummer 33. Unsere Münchner “Drag-Queen Franka”  begleitete uns auf dem Zug über die Ringstraße (ca. 5.2 Kilometer) bis zum Abschluß beim Wiener Rathaus. Trotz der hohen Temperaturen waren knapp 500.000 Teilnehmer/innen zur bisher größten “Regenbogenparade” in Wien. Ausgelassen gefeiert wurde bis spät in die Nacht im EURO-Pride-Village vor dem Rathaus und im EURO-Pride-Park vor der Votivkirche

Am Sonntagnachmittag ging es mit dem Bus auf den Kahlenberg mit seiner tollen Aussicht über ganz Wien. Auf der Rückfahrt kehrten wir bei einem netten “Heurigen” ein und ließen den Tag beim Wein ausklingen.

Am Montag nahte schon wieder die Heimreise, doch vorher wurde noch der Belvedere-Garten besucht. Zum Mittagessen ging es in den “Gmoa-Keller”, einem traditionellen Wiener Wirtshaus.

Allen Teilnehmern hat die Reise sehr viel Spaß gemacht, wir hatten schöne vier Tage in Wien.

 

50 Jahre Stonewall und 40 Jahre CSD in München

Der Münchner Szenestammtisch, ein Zusammenschluss der mehr als 50 Vereine, Gruppen und Einrichtungen der Münchner LGBTI-Community, hat am Dienstagabend bei einem Treffen das Motto des diesjährigen CSD aus mehreren eingereichten Slogans ausgewählt. Das Rennen gemacht hat “50 Jahre Stonewall – Celebrate Diversity! Fight for Equality!”. Die CSD-Organisatoren hatten im Dezember die Bevölkerung aufgefordert, Vorschläge für ein kämpferisches Motto zu senden.

Es werde ein Jahr der Jubiläen, so die Veranstalter. Neben 50 Jahren Stonewall-Aufstand, also den den gewalttätigen Konflikten zwischen LGBT und Polizeibeamten im New York des Jahres 1969, jährt sich auch die Abschaffung des homofeindlichen Paragrafen 175 zum 25. Mal. Das CSD-Motto sei ein Spruch, “der feiert, was die Community alles erreicht hat” – nämlich “Entkriminalisierung von Homosexualität, Entschädigung der Opfer, ein Antidiskriminierungsgesetz, gesellschaftliche Akzeptanz, eine Besserstellung von Trans*- Personen, Gleichstellung in der Ehe, Einführung eines dritten Geschlechts etc.”

Niederbühl: Der Kampf geht weiter

Noch sei es aber nicht an der Zeit, mit dem Kämpfen aufzuhören, versprach Thomas Niederbühl, der politische Sprecher des CSD München. “Der Schutz vor Diskriminierung im Grundgesetz, die längst überfällige Verabschiedung eines neuen Transsexuellengesetzes, die Anpassung des Abstammungsrechts, die Akzeptanz an Schulen und Unis, das alles müssen wir erst noch gewinnen”, erklärte Niederbühl. Nicht zuletzt gelte es, das Niveau zu halten und sich gegen homophobe Haltungen zu wehren, “die allenthalben wieder salonfähig in unserem Land und Europa” werden. Außerdem, so Niederbühl: “In vielen Teilen der Welt ist unsere Bewegung noch überhaupt nicht angekommen.”

Die CSD-Prideweek der bayerischen Landeshauptstadt findet dieses Jahr zwischen dem 6. und 14. Juli statt. Die CSD-Politparade ist für Samstag (13. Juli) angesetzt. (Quelle: queer.de)